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SPD unterstützt die Aktionen der Aidshilfe

Die Paderborner SPD unterstützt die Aktionen der Aidshilfe, mit denen in diesem Jahr anstelle des Christopher Street Days auf die Diskriminierung und Verfolgung von Menschen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen, aufmerksam gemacht wird.

 

Martin Pantke, Ratsmitglied der SPD und Vorsitzender des Sozialausschusses: „Es ist schade, dass es 2020 coronabedingt kein Straßenfest beim so genannten Pader Pride geben wird. Die farbenfrohen Feste setzten in den letzten Jahren nicht nur deutliche Zeichen gegen Diskriminierung, sie waren auch ein Spiegel der Vielfalt Paderborner Lebensstile und der Toleranz in unserer Stadt. Es wäre wünschenswert, wenn sich nun stattdessen viele Menschen an dem Fotomosaik und der Aktion „bunte Steine“ beteiligen und dadurch ein Zeichen setzen würden.“

 

In ihrer Pressemitteilung macht die SPD darüber hinaus auf ein Gesetz aufmerksam, das in der letzten Woche vom Bundestag beschlossen wurde. Dieses Gesetz verbietet so genannte Konversionstherapien für häufig minderjährige Homosexuelle und stellt sie unter Strafe. Die Anbieter dieser Behandlungen betrachten oft aus weltanschaulichen oder religiösen Motiven Homosexualität als Krankheit und geben vor, sie durch solche Umpolungsversuche heilen zu können. Die Weltgesundheitsorganisation und internationale Ärzteverbände haben dieser Auffassung seit vielen Jahren widersprochen. Wissenschaftliche Nachweise, dass derartige Therapien wirken, gibt es nicht. Für die Betroffenen sind sie dafür vielfach mit Depressionen, Ängsten und Suizidgedanken verbunden. 

 

Für Martin Pantke, im letzten Jahr als stellvertretender Bürgermeister Schirmherr des Pader Pride, ist das Gesetz dringend erforderlich: „Neben den psychischen Folgen diskriminieren und stigmatisieren diese Behandlungen homosexuelle Menschen. Es ist gut, dass das jetzt unter Strafe gestellt wird. Aber dass es überhaupt ein solches Gesetz in unserer Zeit noch braucht, zeigt, wie weit Vorurteile und Ausgrenzung noch verbreitet sind. Wir müssen uns weiter für ein tolerantes und weltoffenes Paderborn einsetzen.“