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Martin Pantke zu Besuch bei der Jugendgruppe Ohana in Paderborn

Gemeinsam mit Ratsfrau Christina Vetter und der Kreistagsabgeordneten Silke Kohaupt hat der Paderborner SPD-Bürgermeisterkandidat Martin Pantke die Jugendgruppe Ohana in ihren Räumlichkeiten besucht. Ohana ist ein Freizeittreffpunkt und zugleich eine Beratungsstelle für queere Jugendliche. Dieses Angebot richtet sich gezielt an lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere junge Leute aus Paderborn und Umgebung. Der Name Ohana stammt aus der hawaiischen Sprache und bedeutet Familie, ein Hinweis darauf, dass die Einrichtung mehr bietet als nur Freizeitangebote. 

Entstanden vor einiger Zeit unter dem Dach und in den Räumen der Aidshilfe Paderborn, hat sie wegen des großen Interesses und Zulaufs 2019 ein eigenes Domizil unter hauptamtlicher Leitung von Sozialarbeiterin Viola Hellmuth bezogen. Sie wird dabei von einem Team aus der Gruppe unterstützt, das Angebote und Projekte mitorganisiert und gestaltet. Viola Hellmuth machte während des Gesprächs deutlich, dass Ohana die zentrale Aufgabe hat, Schutzraum und Entwicklungsraum für queere Jugendliche zu sein. Durch Gesprächsgruppen und Informationsveranstaltungen biete Ohana den jungen Leuten Unterstützung und Beratung in ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identifizierung. In den Entwicklungs- und Findungsphasen sei es wichtig, die Persönlichkeit zu stärken und Mut zu machen, zu sich selbst zu stehen. Darüber hinaus könne ein Coming-out queere junge Menschen sowohl im innerfamiliären, im schulischen und im gesellschaftlichen Umfeld mit sehr belastenden Konflikten konfrontieren. Gesellschaftlicher Druck, Ausgrenzung und Diskriminierung seien immer noch an der Tagesordnung. Gerade Jugendliche bräuchten deshalb fachkundige Beratung und einen Treffpunkt mit einer Gemeinschaft, die stabilisieren könne. 

Martin Pantke: „Die Gespräche mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben mich sehr beeindruckt. Ohana ist für queere junge Menschen in der Region ein Ort, an dem sie sich nicht ständig erklären und rechtfertigen müssen und sich ohne Worte verstehen. Auf dem bunten Schild neben der Tür steht Ohana und „Familie“ ist eine hervorragender Name für das Projekt.“ Ebenso sei das gesellschaftspolitische Engagement von Ohana gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und Antisemitismus zu begrüßen.

Die Stadt Paderborn fördert im Rahmen der Jugendförderrichtlinien die offene Jugendarbeit von Ohana. Dazu Martin Pantke: „Wir setzen uns für ein weltoffenes und tolerantes Paderborn ein, in dem viele Nationalitäten, Weltanschauungen, Lebenstile und auch sexuelle Orientierungen ihren Platz haben und sich zu Hause fühlen.“ Der Paderpride und das Fest mit der Regenbogenfahne am Rathaus sei ein buntes Symbol der Toleranz. Es dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch bei uns neben diskriminierender Ausgrenzung auch viel Unwissen und Vorurteile gegenüber Menschen gebe, die von der gesellschaftlich gesetzten Norm der Heterosexualität abwichen. Getreu dem Motto „Nicht übereinander, sondern miteinander sprechen“ ist Viola Hellmuth mit einigen der Jugendlichen inzwischen immer häufiger im Gespräch mit gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen, um zu informieren und Vorbehalte abzubauen.