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Kinderarmut auch auf kommunaler Ebene bekämpfen Schlussfolgerungen der SPD aus der Bertelsmann-Studie

Erneut hat eine Studie, durchgeführt von der Bertelsmann-Stiftung, auf das Ausmaß der Kinderarmut im Lande aufmerksam gemacht. Der Vorsitzende des Paderborner Sozialausschusses Martin Pantke (SPD) nimmt diese Studie, die bundesweit in den Medien Beachtung findet, zum Anlass, erneut auf die lokale Situation aufmerksam zu machen. „Auch wenn die Zahlen in Paderborn unter dem Bundesdurchschnitt liegen, dürfen wir die Lebenslage armer Familien mit Kindern in unserer Stadt nicht aus dem Blick verlieren.“ 

17 Prozent der Paderborner Familien mit Kindern unter 18 sowie 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als arm. Knapp 40 Prozent der Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 seien als arm einzustufen. „Das darf uns nicht gleichgültig sein. Kinderarmut bedeutet häufig Armut ein Leben lang“, so Martin Pantke. „Wir müssen die kommunalen Möglichkeiten der Armutsbekämpfung vorantreiben und entsprechende Maßnahmen bei den kommenden Haushaltberatungen mit den Wohlfahrtsverbänden abstimmen. Das reicht von der Schaffung bezahlbaren Wohnraums für alle über die Investitionen in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Stadt bis hin zur Stärkung des Netzwerks aller Akteure, die mit den Lebenslagen armer Familien und Kinder zu tun haben.“

Entscheidend sei aber letztlich eine existenzsichernde materielle Ausstattung der Familien. Auch aus Paderborner Sicht sei deshalb die Einführung einer Kindergrundsicherung dringend erforderlich. „Es geht dabei um eine auskömmliche Geldleistung für jedes Kind und es geht um ein dauerhaft starkes öffentliches Angebot, das Bildung und Teilhabe ermöglicht. Nur so erhält jedes Kind Startchancen für ein gelingendes Leben.“

Auf dem Weg zur Kindergrundsicherung ist von der SPD in der Bundesregierung bereits einiges umgesetzt worden. „Das hilft den Menschen auch vor Ort. Dazu gehören die Maßnahmen des Starke-Familien-Gesetzes und des Gute-Kita-Gesetzes. Für den Schulstart und für Nachhilfe sowie Freizeitaktivitäten gibt es mehr Geld. Und auch während der Corona-Krise sind insbesondere einkommensschwache Familien unterstützt worden. Der Kinderbonus wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet, der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird mehr als verdoppelt und die Stadt kann mit mehr Geld für Kitas und Ganztagsschulen weiter in die Infrastruktur investieren. Das Ziel aber bleibt klar – die Kindergrundsicherung“, so Pantke abschließend.